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Nachhaltigkeit messbar machen

Nachhaltigkeitsleistungen müssen messbar gemacht werden. Für alle 60 Ziele aus DMK 2020 haben wir jeweils mindestens einen – meist mehrere – Indikatoren definiert, die jährlich überprüft werden. Einen Teil dieser Indikatoren nutzen wir bislang ausschließlich für die interne Steuerung. Einige Daten veröffentlichen wir auch für die Öffentlichkeit, insbesondere im Rahmen unserer Berichterstattung im Integrierten Bericht. Ausgewählte Zahlen finden Sie nachfolgend in der Übersicht. Außerdem stellen wir Ihnen Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung.

Mitarbeiter

Hier finden Sie ausgewählte Zahlen zur Belegschaft der DMK GROUP.  Weitere Mitarbeiterkennzahlen finden Sie hier.
Beschäftigungsverhältnisse
Belegschaft nach Geschlecht
Auszubildende
Mitarbeiter mit Behinderung
Wie viele Mitarbeiter arbeiten bei der DMK GROUP? Die Grafik zeigt die Mitarbeiter aufgeschlüsselt nach Beschäftigungsverhältnissen und die Fluktuationsquote.

Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnissen

Die Grafik zeigt die Gesamtbelegschaft aufgeschlüsselt nach Frauen und Männern in Prozent.

Gesamtbelegschaft nach Geschlecht (%)

Die Grafik zeigt die Anzahl der Auszubildenden in Prozent.

Auszubildende

Die Grafik zeigt die Anzahl der bei der DMK GROUP beschäftigten Schwerbehinderten in Prozent.

Schwerbehinderte und Gleichgestellte

Energie

Die Milchverarbeitung benötigt Energie. In der Grafik ist der gesamte direkte Energieverbrauch der DMK GROUP für 2015 und 2016 in absoluten Zahlen (in kWh) dargestellt. Dabei ist der Energieverbrauch nach unterschiedlichen Energieträgern aufgeschlüsselt.

Wasser und Abwasser

Für die Produktionsprozesse in den Werken wird Wasser benötigt und fällt Abwasser an. Die Abbildung zeigt die Daten für die gesamte DMK GROUP. Wasser und Abwasser sind für den absoluten Verbrauch in Kubikmeter angegeben.

Abfall nach Art (t)

Die Grafik zeigt die Bedeutung und den Umfang der unterschiedlichen Abfallmengen.

Arbeitssicherheit

Die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat höchste Priorität. Ein Ziel bei DMK 2020 ist die Verringerung der Unfälle bis 2020 auf null. Hintergründe zum Thema Arbeitssicherheit und Unfallprävention finden Sie hier.
Die Abbildung zeigt die Anzahl der Unfälle gesamt und je 1 Mio. Arbeitsstunden sowie den Ausfallzeitenindex.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Nachhaltigkeit für DMK?

Als Deutschlands größtes Molkereiunternehmen und als größte Erzeugergemeinschaft für Milchprodukte hat DMK den Anspruch, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens mit den Bedürfnissen seiner Genossenschaftsmitglieder und Mitarbeiter sowie mit den Anforderungen von Gesellschaft, Natur und Umwelt dauerhaft zu vereinen. Der nachhaltige Ansatz ist durch die regionale Verbundenheit und die Fortsetzung einer langen Tradition der milchwirtschaftlichen Genossenschaft seit jeher fest im Selbstverständnis von DMK und auch in der Unternehmensstrategie verankert. Mit der Strategie DMK 2020 haben wir klare Schwerpunkte benannt und ehrgeizige Ziele bis 2020 gesetzt.

Warum beschäftigt sich DMK mit dem Thema Nachhaltigkeit?

Die Milchwirtschaft beansprucht umfangreiche Ressourcen. Damit wollen wir verantwortlich umgehen. Die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit erwächst auch aus unserem Selbstverständnis. Wir sehen außerdem eine besondere Verantwortung für die 8.600 Milcherzeuger und Etwa 7.200 Mitarbeiter.

In den letzten Jahren hat das Interesse der Öffentlichkeit und von verschiedenen Stakeholdern an der Milchwirtschaft zugenommen. Fragen wie Tierwohl und ökologischer Fußabdruck werden stärker diskutiert. Deshalb ist es wichtig, dass wir Antworten auf Fragen haben und eigene Positionen entwickeln. Mit DMK 2020 haben wir unser Programm für eine nachhaltige Milchwirtschaft vorgelegt.

Was ist die Nachhaltigkeitsstrategie: “DMK 2020: Unsere Milch. Unsere Welt.“?

DMK hat eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte vereint. Wesentliche Themen der Milchwirtschaft sind adressiert. Die Strategie ist bis 2020 ausgerichtet und umfasst fünf strategische Bereiche: Landwirtschaft, Umwelt, Milch, Team und Gesellschaft. Die fünf Bereiche sind mit 20 Aktionsfeldern, insgesamt 60 konkreten Zielen und entsprechenden Maßnahmen hinterlegt. Es ist uns wichtig, nicht nur einzelne Hotspot-Themen zu adressieren, die gerade aktuell sind, sondern umfassend und glaubwürdig unseren Weg zu gehen.

Wer hat die Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020 entwickelt?

Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle Unternehmensbereiche und -ebenen betrifft. Unter der Mitwirkung von Vertretern aus Genossenschaft und im Dialog mit Anspruchsgruppen wurden die Themen 2012/2013 durch das Nachhaltigkeitsmanagement der DMK GROUP erarbeitet. Die Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020 wurde in enger Abstimmung mit den relevanten Fachbereichen, der DMK-Geschäftsführung, dem Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsches Milchkontor eG sowie dem Rat für Zukunft und Nachhaltigkeit entwickelt.

Wie wurden die Ziele im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet? Woran hat sich DMK orientiert?

Die Ziele hat DMK im Jahr 2012 auf der Grundlage verschiedener Erkenntnisse entwickelt: 

  • Internationale Erhebungen und Konzepte zur Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft
  • Wissenschaftliche Arbeiten und Projekte mit unterschiedlichen Forschungseinrichtungen
  • Analyse der Stakeholderansprüche
  • Ökobilanzierungen
  • Expertengespräche

Für jedes der 20 Aktionsfelder wurden ein bis zwei Ziele – insgesamt 60 – erarbeitet. Diese wurden im Zuge der Maßnahmenplanung mit Indikatoren hinterlegt, um sie messbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Ökobilanz für das Nachhaltigkeitsprogramm?

Eine Ökobilanz stellt die Umweltwirkungen eines Produktionsprozesses über den Lebenszyklus dar.

DMK hat mit dem TÜV Rheinland 2012 eine Ökobilanz für die gesamte Lieferkette erstellt. Es sollten Bereiche zur Reduktion von Emissionen identifiziert werden, vor allem Luft-, Boden- und Wasseremissionen. Die Ergebnisse belegen den Einfluss der landwirtschaftlichen Primärerzeugung sowie Verbesserungsansätze in den Produktionsstandorten bei Logistik, Energie, Wasser, Abfall oder Verpackung.

2013 erarbeitete DMK eine Ökobilanz mit Hochrechnungen bis 2020, um Schlüsse für die Ziele ziehen zu können. Die Ökobilanz hat wichtige Impulse für DMK 2020 gegeben.

Sind für alle 60 Ziele bereits konkrete Maßnahmen entwickelt bzw. umgesetzt worden? Wie sollen diese Ziele erreicht werden?

Die Strategie ist bis 2020 ausgerichtet und hat für jedes Ziel einen Zeithorizont (2015 bis 2020) festgelegt, der offengelegt ist. Jährlich wird die Zielerreichung überprüft und im Bericht veröffentlicht.

Im Anschluss an die Entwicklung der Ziele wurden 2013 in Abstimmung mit den verantwortlichen Fachbereichen konkrete Maßnahmen erarbeitet. Daher liegt für jedes Ziel eine Maßnahmenplanung vor. Auch konkrete Indikatoren messen die Erreichung der Ziele. Diese werden zur internen Steuerung genutzt und nur ausgewählt veröffentlicht.

Die Entwicklung und Umsetzung angemessener Maßnahmen obliegt dem jeweiligen Fachbereich und wird vom Nachhaltigkeitsmanagement überprüft.

Wie ist die Stakeholderanalyse erfolgt?

DMK hat 2012/2013 acht Gruppen als Stakeholder identifiziert und analysiert, welche Erwartungen diese Stakeholder haben und über welche Formate DMK im Dialog mit diesen Gruppen stehen kann (siehe Integrierter Bericht 2013, Seite 16f). Die Erwartungen der Stakeholder sind in die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020 eingeflossen. Auch für die Wesentlichkeitsanalyse nach GRI-G4 wurden Stakeholder im Jahr 2015 befragt sowie ihre Anforderungen und Erwartungen durch umfangreiche Analysen ermittelt. Für den regelmäßigen Austausch mit Stakeholdern stehen verschiedene Formate zur Verfügung.

Welche Bedeutung hat der Bereich Landwirtschaft bei der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie?

Der Bereich Landwirtschaft steht am Anfang der DMK-Wertschöpfungskette. Ihm kommt eine besondere Bedeutung und Verantwortung zu, da nur gesunde Kühe hochwertige Milch liefern. Maßnahmen in den Bereichen tiergerechte Haltungsbedingungen, Gesundheitsmanagement, Futteranbau und Fütterung steigern das Wohlbefinden der Kühe und senken gleichzeitig durch die Haltung verursachte Umwelteinwirkungen. Außerdem sind in der Landwirtschaft unsere 8.300 Milcherzeuger tätig, denen gegenüber sich DMK GROUP in einer besonderen Verantwortung sieht.

Mit Milkmaster wurde 2015 ein spezielles Umsetzungsprogramm von DMK 2020 für den landwirtschaftlichen Bereich veröffentlicht.

Was versteht DMK unter „nachhaltiger Milcherzeugung“?

Die DMK-Qualitätsprodukte können nur in einem Umfeld hergestellt werden, das von Respekt gegenüber den Tieren, der Umwelt und den Menschen geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen die Milcherzeuger. Sie übernehmen Verantwortung für Kuhkomfort und Tiergesundheit, organisieren das Herdenmanagement, stellen Futtermittel bereit und passen die Fütterung an die Ansprüche der Kühe an. Eine nachhaltige Milcherzeugung liegt im ureigenen Interesse der Milcherzeuger: Sie fördert das Tierwohl und den wirtschaftlichen Erfolg, denn Produktionsleistung ist mit der tiergerechten Haltung verbunden. Milkmaster ist unser Programm für eine verantwortungsvolle Milcherzeugung.

Was ist das Milkmaster-Programm und warum braucht es das?

Ein großer Teil der Ziele aus DMK 2020 betrifft die Milcherzeuger. Der landwirtschaftliche Bereich hat eine besondere Bedeutung für DMK und Nachhaltigkeit. Da die Landwirte eigenständige Unternehmer sind, war es wichtig, unsere Vorstellungen von einer nachhaltigen Milcherzeugung so zu übersetzen, dass sie auch für die Milcherzeuger interessant sind und umgesetzt werden. Das Milkmaster-Programm wurde 2015 nach längerer Vorarbeit veröffentlicht. Es umfasst unseren Standard einer nachhaltigen Milcherzeugung, den schrittweise alle Landwirte bei DMK umsetzen müssen. Milkmaster verbindet die Interessen von Tier und Umwelt zukunftsgerichtet mit den Anliegen der Milcherzeuger.

Was ist der Stand der Umsetzung von DMK 2020 und von Milkmaster?

DMK 2020 wurde 2013 gestartet und befindet sich nun in der Umsetzung. Wir sind auf einem guten Weg, haben viele Aktivitäten angestoßen und einige Ziele schon frühzeitig erreicht. Wir veröffentlichen jährlich im Integrierten Bericht den Fortschritt der Ziele und Highlights aus verschiedenen Fachbereichen. Aktuell wird die Strategie einer Zwischenüberprüfung unterworfen, um sie den veränderten Rahmenbedingungen, z.B. die Wesentlichkeitsanalyse nach GRI - G4, anzupassen und die Ziele weiter zu konkretisieren. Auch eine Anpassung an das 2015 veröffentlichte Milkmaster-Programm ist sinnvoll und konsequent. Milkmaster ist erfolgreich gestartet und  mit der Integration in die Milchlieferordnung seit Jahresbeginn 2016 für alle Milcherzeuger verbindlich.