Nach oben

Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2018

Transparenz in der Lieferkette

Stakeholder wie Kunden, Verbraucher und die allgemeine Öffentlichkeit legen im Hinblick auf die Lieferkette zunehmend Wert auf einen hohen Grad an Transparenz und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten. DMK ist dieser Entwicklung auch im Berichtsjahr mit unterschiedlichen Maßnahmen und entsprechenden Grundsätzen nachgekommen.

Implementierung Compliance-Management-System

Im Einklang mit den Kernwerten "unternehmerisch", "fair" und "innovativ" steht DMK im In- und Ausland aktiv für Integrität, Gesetzestreue und einen fairen Wettbewerb ein.

Im Berichtsjahr hat DMK mit der Implementierung eines Compliance-Management-Systems begonnen, mit dem das Unternehmen Compliance-Risiken wie etwa Kartellverstößen, Korruption und Geldwäsche oder Verstößen gegen das Außenwirtschaftsrecht entschieden entgegentritt. Mitarbeitern und Geschäftspartnern steht für Hinweise auf Gesetzesverstöße ein Hinweisgebersystem mit einem externen Rechtsanwalt als Ombudsmann zur Verfügung. Die DMK Group schützt Hinweisgeber konsequent vor jeder Art von Einflussnahme. Im Berichtsjahr haben Kartellrechtsschulungen für Vertriebsmitarbeiter stattgefunden. Im laufenden Geschäftsjahr entwickelt das Unternehmen ein flächendeckendes, zielgruppengerechtes Compliance-Schulungskonzept, das neben allgemeinen Compliance-Themen auch Bereiche wie Wirtschaftssanktionen, Korruptionsprävention oder Geldwäsche abdeckt.

 

Verantwortungsbewusste Beschaffung

DMK legt großen Wert auf eine verantwortungsbewusste Beschaffung und kontrolliert die Lieferkette der Milcherzeugung über den Fachbereich Landwirtschaft mit dem Milkmaster-Programm sowie über externe Auditoren und im Hinblick auf Fremdlieferanten des Unternehmens über das Corporate Procurement. Rund 98 Prozent der direkten DMK-Lieferanten in den beiden Hauptwarengruppen Zutaten und Verpackungen stammen aus Deutschland oder dem europäischen Ausland und verfügen daher an ihren Produktionsstandorten über hohe Sozialstandards.

Spezifischer Lieferantenkodex

Im Berichtsjahr hat die Abteilung Corporate Procurement neben der Sensibilisierung interner und externer Kunden für Nachhaltigkeitsthemen die Entwicklung eines spezifischen Lieferantenkodex in den Fokus genommen. Dafür hat das Unternehmen eine umfassende Analyse zu den Anforderungen interner und externer Stakeholder durchgeführt und zudem die Nachhaltigkeitsrisiken der eigenen Lieferketten identifiziert. Mit dem Kodex kann DMK den Geschäftspartnern in der Lieferkette Impulse zur Auseinandersetzung mit dem Thema nachhaltige Beschaffung geben und über einen partnerschaftlichen Ansatz die Zusammenarbeit stärken. Er wird soziale und ökologische Aspekte umfassen, zu deren Einhaltung sich die DMK-Lieferanten mit Unterzeichnung der Einkaufsbedingungen verpflichten, und stellt somit künftig die Grundlage der Zusammenarbeit mit allen Lieferanten dar.

Aufbauend auf dem Lieferantenkodex wird DMK ein Managementsystem als zentralen Bestandteil des nachhaltigen Lieferantenmanagements entwickeln und es zusammen mit einer IT-Lösung implementieren, über die sich die Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen an die Lieferanten erfassen lässt.

Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette

Dieses Engagement ist ein Beispiel dafür, dass sich DMK der Herausforderung, Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu verankern, trotz der komplexen Anforderungen stellt. Mit dem Programm Milkmaster, der Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020 und den in Fachabteilungen verankerten Schlüsselthemen verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz und adressiert in der Lieferkette wesentliche Themen wie Tierwohl, Klimaschutz, nachhaltige Futtermittel und Basisrohstoffe. Auch künftig will DMK in diesem Kontext die Zusammenarbeit mit Kunden, Verbänden und anderen Stakeholdern partnerschaftlich und umsetzungsorientiert voranbringen.

Wertschöpfungs­kette DMK Group

1

Milcherzeugung

Deutschlandweit liefern 6.1821 aktive Milcherzeuger2 ihre Milch an DMK.

2

Milcherfassung

180 Milchsammelwagen bringen die Milch zu Werken in 10 Bundesländern (Anfuhrlogistik).

3

Milchverarbeitung

In spezialisierten Werken verarbeitet DMK die Milch zu verschiedenen Produkten weiter3.

4

Transport

Die Produkte werden von den DMK-Werken an weiterverarbeitende Unternehmen und den Handel ausgeliefert (Abfuhrlogistik).

5

Weiterverarbeitung und Handel

Im Handel, der Gastronomie, in Apotheken und weiterverarbeitenden Unternehmen finden sich DMK-Produkte.

6

Verbrauch und Entsorgung

Die Produkte werden gekauft und konsumiert. Die meisen Verpackungen lassen sich über das Duale System oder als Altpapier entsorgen.

Nachweislich zertifizierte Rohwaren

DMK setzt seit dem Jahr 2016 an allen Standorten und bei den 100-prozentigen Tochterunternehmen nach dem UTZ-Standard zertifizierten Kakao sowie nach dem Standard des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziertes Palmöl ein, inzwischen zu jeweils über 99 Prozent. Mehrere DMK-Standorte verfügen über eine Zertifizierung nach UTZ und RSPO. Bei der Verwendung von Palmöl setzt DMK das bereits zertifizierte Palmöl mindestens nach dem Mass-Balance-Ansatz ein. Die Business Unit Baby setzt Palmöl in der Qualität „Segregated“ ein. Die Business Unit Ice Cream hat zum Ende des Berichtsjahres eine komplette Umstellung auf Segregated vorgenommen. Für die noch nicht zertifizierten Palmölmengen hat DMK im Berichtsjahr 5 „Book & Claim“-Zertifikate bei RSPO erworben. Diese stellen sicher, dass für jedes gekaufte Zertifikat 1 t Palmöl nach dem RSPO-Standard angebaut wurde.

DMK setzt alle Kundenanforderungen nach den Standards des Forest Stewardship Council (FSC) oder des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) für eine nachhaltige Forstwirtschaft um. DMK hat in diesem Zuge alle holzbasierten Materialien auf einen dieser Standards umgestellt. Bei Primär- und Sekundärverpackungen sowie Eisstielen waren im Dezember 2018 etwa 74 Prozent aller umstellbaren Materialien auf FSC umgestellt. Betrachtet man lediglich die Sekundärverpackungen, lag die Umstellungsquote sogar bei knapp 90 Prozent.

  • Mengenanteil der gesamten eingekauften Rohwaren 2018, Kakao: Utz, Palmöl: RSPO

Auszeichnung als nachhaltiger Lieferant

Das Engagement von DMK im Hinblick auf die Lieferkette und das Nachhaltigkeitsmanagement wird auch über die Unternehmensgrenzen hinweg wahrgenommen und gewürdigt: EcoVadis ist die international anerkannte Plattform für Nachhaltigkeitsbewertungen von globalen Lieferketten und hat die Leistungen des Unternehmens im Berichtsjahr bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem Gütesiegel „Gold“ ausgezeichnet. In der EcoVadis-Untersuchung zu verantwortungsvoller Unternehmensführung erhielt die DMK Group 74 von 100 Punkten und gehört damit insgesamt zu den 5 Prozent der Top-Performer, die von EcoVadis bewertet wurden – innerhalb der Branche sogar zum besten Prozent. Der Durchschnitt aller bewerteten deutschen Großunternehmen lag bei 46,4 von 100 Punkten.

Unilever hat DMK im Berichtsjahr auf der Basis der Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020 und der bereits erzielten Fortschritte im Milkmaster-Programm zum dritten Mal in Folge als „Sustainable Supplier“ anerkannt. Laut Unilever konnte DMK dank der ganzheitlichen Ansätze die hohen Anforderungen der auf Themen wie Biodiversität, nachhaltige Futtermittel und Ökobilanzierung fokussierten Überprüfung erfüllen.

Weitere Kapitelthemen

Nachhaltigkeit