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19.08.2019

Herr Köster, wofür steht S&OP und worum geht es?

Hermann Köster: S&OP steht für Sales and Operations Planning. Ein Prozess, der mit der vertrieblichen Absatzplanung beginnt und mit der Produktion endet. Dazwischen sind nahezu alle Unternehmensfunktionen eingebunden, denn dieser Prozess hat wesentlichen Einfluss auf Warenströme, sprich auf Produktion und Logistik, Kapazitätsplanung und Lagerbestände. Dies hat wiederum einen signifikanten Einfluss auf die Wertschöpfung des DMK.

Warum brauchen wir diesen Prozess?

Das Ziel dieses Prozesses ist, eine Steigerung der Wertschöpfung und eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen. Mit einer klaren Handhabung von Abläufen, einer eindeutigen Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie konsequentem Umsetzen von Entscheidungen erzielen wir einen an den Kunden- und Marktbedürfnissen orientierten Warenstrom und eine höhere Profitabilität für DMK.

Was ist neu im Vergleich zu vorher?

Wir haben im Rahmen des Projektes für diesen Prozess klare Verantwortlichkeiten und Strukturen geschaffen. Dies ermöglicht uns, qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen und ist Basis für ein konsequentes Handeln und Umsetzen von Entscheidungen. Eine proaktive Zusammenarbeit und Kommunikation sind essentielle Bestandteile für erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Jeder in diesem Prozess trägt für seine Aufgaben die Verantwortung. Dazu gehört es, Änderungen im Plan übergreifend zu strukturieren, kommunizieren und die neuen Informationen im Plan zu reflektieren. Kommunikation miteinander ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Warum ist der Bereich Demand Planning so wichtig?

Der S&OP Prozess startet mit der Vertriebsplanung. Je genauer es uns hier gelingt, das Verhalten von Kunden und Märkten planerisch darzustellen, desto besser ist das Fundament für die nachgelagerten Prozessschritte.

Worum geht es beim Supply Planning?

Zielsetzung des Supply Planning ist die optimale Umsetzung der im Demand Planning ausgewiesenen Kundenbedürfnisse. Es steht an oberster Stelle, eine werksübergreifende optimale Kapazitätsauslastung zu erreichen und die Warenverfügbarkeit für die Kundenbelieferung sicherzustellen. Dabei werden durch eine aktive Bestandsplanung sowohl Produktions- und Lagerkosten als auch die Lieferperformance berücksichtigt und beeinflusst.

Worum geht es bei der Milcheingangsplanung?

Zielsetzung der Milcheingangsplanung ist es, eine bestmögliche Transparenz über den zur Verfügung stehenden Rohstoff zu geben. Welcher Rohstoff steht wann in welcher Region zur Verfügung. Diese Planung ist eine der Grundlagen für unsere Supply Chain.

Wie geht es weiter?

Im Rahmen des Projektes S&OP haben in den letzten zwölf Monaten jeweils an zwei Tagen die Woche bis zu 55 Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Vertriebsbereichen, Demand Planning, SCM, Controlling, IT, value PMO und Produktionsplanung den bereits vorher vorhandenen Prozess kritisch hinterfragt, neu aufgebaut und mit klaren Verantwortlichkeiten hinterlegt.

Am 30. Juni endet die erste Projektphase und der Prozess S&OP geht in das Tagesgeschäft über. Was nicht endet, ist das stetige Hinterfragen, das konsequente Leben des Prozesses und das anhaltende Streben nach dem Besserwerden! Am Ende zählen nur eine hohe Wertschöpfung und der zufrieden.

Four steps to success

Employees from across the business spent a year taking a very close look at work processes. Their aim was to set up Sales & Operation Planning (S&OP) in such a way as to raise the value added with the milk price, and increase customer satisfaction. Their work created a precise S&OP process that became part of everyday work on 1 July. The S&OP process is a monthly cycle that is made up of four phases.

Phase 1

Milk supply is higher than customer demand

Setting up Demand Planning. This is where product management, sales and marketing describe the needs of all the business units’ customers as clearly as possible in order to effectively manage the following processes.

Phase 2

The customer’s milk needs cannot be met

The Demand plan is translated to the different facilities and raw materials, capacity and the supply situation are reviewed and any gaps in the plan are identified. Milk input planning is also carried out as it has a decisive impact on the processes that follow.

Phase 3

Supply and demand balance out

This is where everything is balanced out, making it a central part of the whole process. Any gaps in the plan are analysed to support the risk assessment of the plan as a whole. Issues that arise are discussed at the balancing meeting with management representatives, and decisions are made.

Phase 4

Value added raises the milk price

This is where everything is balanced out, making it a central part of the whole process. Any gaps in the plan are analysed to support the risk assessment of the plan as a whole. Issues that arise are discussed at the balancing meeting with management representatives, and decisions are made.

Glossary

Balancing.
To balance processes


Demand Planning.
To plan sales


Milk Planning.
To plan the amounts of milk


PMO.
Project Management Office – the central point in the company that steers project management and maintains the project management system


Supply Chain Management (SCM).
The business unit oordinates the overarching supply chain from raw material through to delivery to the customer


Supply Planning.
The situation for raw materials, capacity and inventory are reviewed and any gaps are identified in the plan


Value Chain.
The process or activities by which companies add value to an article

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