Nach oben

Die nordischen Namen der neuen Drinks sind kein Zufall. Matthias Rensch, Marken-Chef der DMK Group, erklärt: „Wir wollen der Marke eine unverwechselbare Heimat geben.“ So wurde aus dem Kefir der Friesen Drink, Kalder Kaffee wird absichtlich mit „D“ geschrieben und auf der Packung des Kakaos grüßt jetzt ein kräftiges „Moin“ – mit einem „I“, das aus einem Leuchtturm besteht. „Mit den neuen Namen kommunizieren wir unsere norddeutsche Herkunft. Das strahlt nicht nur auf unsere Marke, sondern auch auf unsere Mitarbeiter ab. Sie spüren: Wir trauen uns etwas“, sagt Rensch.
Moin, du kalder Friese – warum marschiert MILRAM jetzt so schnurstracks nach Norden? Rensch:
„Wir entwickeln uns in nahezu allen Produktkategorien besser als der Markt. Doch noch vor wenigen Jahren haben die Menschen mit MILRAM vor allem Frühlings- Quark verbunden, die Herkunft der Marke aber nach Baden-Württemberg verortet. Also muss man sagen, wo man herkommt.“
Das Bekenntnis zum Norden scheint Erfolg zu haben. Inzwischen werde von Konsumenten häufiger Norddeutschland als Herkunftsort der Marke genannt.
Intern hat die Strategie auch einen Namen „Wir nennen das MILRAMisierung“, verrät Matthias Rensch. Dahinter verbirgt sich das mutige Bekenntnis zum Norden, das entscheidend zu einer Emotionalisierung der Marke beiträgt. Rensch: „Wir wollen die Menschen emotional stärker packen.“ Die Marke müsse etwas mit sich bringen, was andere nicht haben, sonst, so Rensch, „hat sie keine Daseinsberechtigung“. „Aus der Heimat der Frische“ kamen die MILRAM-Produkte schon seit 2013. Damals wurde der Claim geschaffen. Nun weiß aber auch jeder, wo die Heimat der Frische zu finden ist – im hohen Norden. 

Moin! Schöner kann man nicht in den Tag starten: Statt „Kakao Drink“ gibt es jetzt den Moin Kakao. Damit wird das Produkt leicht wiedererkennbar

Die Geschichte des Friesen Drinks steht stellvertretend für die fortschreitende und mutige Emotionalisierung der Marke MILRAM. Denn eigentlich gibt es das Getränk schon länger – bekannt als Kefir. Der Geschmack erfreute sich durchaus großer Beliebtheit – doch der Name Kefir entpuppte sich als Kaufbarriere.
Marktforscher fanden heraus: Ein anderer Name als Kefir werde die Kaufbereitschaft spürbar erhöhen. So wurde das Label „Friesen Drink“ geschaffen und dazu noch mit einem neuen Claim versehen: „gelassen bleiben“ steht für die norddeutsche Gelassenheit: „Jetzt mal bloß keinen Stress!“ Ein neuer Name und ein neuer Claim allein reichen aber noch nicht. Auch die Konsumenten-Trends müssen sich wiederfinden, wenn man ein Produkt erfolgreich platzieren will.
Der Friesen Drink greift gleich zwei Trends auf: er ist laktosefrei und der Zuckerzusatz wurde reduziert (14 Prozent weniger zugesetzter Zucker). Die Sorten Blaubeere und Maracuja enthalten zudem die außergewöhnlichen Zutaten Hibiskus und Kurkuma. Weniger Zucker – ein wichtiges Thema, das auch bei den Eiskaffees „Kalder Kaffee“ berücksichtigt wurde. Dem Wunsch der Verbraucher, sich gesünder zu ernähren und auf Zuckerzusätze zu verzichten, wurde hier Rechnung getragen. Beide Sorten kommen ohne Zuckerzusatz und ohne Süßungsmittel aus. Auch auf künstliche Zusatzstoffe, wie z.B. Aromen, wurde verzichtet. Die Milch ist laktosefrei.
Die PET-Flasche hat einen Schraubverschluss, deshalb ist der Eiskaffee sehr gut für den Verzehr unterwegs geeignet. Damit hat MILRAM in dem Produkt exakt die Trends aufgegriffen, die aktuell von hoher Bedeutung sind: Spaß an der gesunden Ernährung, Convenience und Lifestyle – der durch die norddeutsche Namensgebung klar definiert ist. Moin, Du kalder Friese – die norddeutsche Marschroute lässt sich auch auf der Website von MILRAM nachvollziehen „Bidde? Jo! Wenn‘s im Alltag stürmt, bleiben wir im Norden ganz gelassen“, heißt es da. Und gucken nach vorn. Richtung Norden, in die Heimat der Frische.

Weitere Artikel

Weitere Nachrichten aus dem Bereich Produkte & Innovationen