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03.07.2019

Offen, kritisch, analytisch, visionär – so lässt sich der Verlauf der DMK-Vertreterversammlung am besten kurz beschreiben. Im Hannover Congress Centrum wurde am 19. Juni Klartext gesprochen. Von den anwesenden Vertretern, von Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführung. Ja, man werde alles tun, um beim Milchpreis schnellstmöglich zu den Wettbewerbern aufzuschließen, versprach Ingo Müller als Sprecher der Geschäftsführung. „Wir alle sind mit dem aktuellen Auszahlungspreis nicht zufrieden.“ Mit dem in den zurückliegenden zwei Jahren in Gang gesetzten radikalen Umbau des Unternehmens, der allen viel abverlangt habe, seien jetzt die Voraussetzungen geschaffen worden, um positiv in die Zukunft zu schauen. Die werde auch einen verbesserten Milchpreis bringen.

Russland und China sind Wachstumsmärkte
Diese Zukunft beschreibt die Vision 2030, die fortan das Leitbild des Unternehmens ist und ausführlich diskutiert wurde. Das Ziel dabei: DMK ist die erste Wahl für Milchprodukte natürlicher Herkunft – ein Leben lang: In Deutschland, Europa sowie ausgesuchten Wachstumsmärkten wie Russland, China oder Nigeria. „Wir wissen, was uns erwartet“, so Ingo Müller: „Wir sind DMK – und wir werden jetzt angreifen!“ Dann ging auf die einzelnen DMK-Geschäftsfelder und deren Entwicklung ein.

Vorstandsvorsitzender Thomas Stürtz rief noch einmal in Erinnerung, dass man 2016 aus der Milchkrise kommen musste und das Unternehmen in 24 Monaten komplett umgebaut habe. Eine der Kernaufgaben sei nun die Modernisierung der Lieferbeziehungen. Und dabei nehme das börsenbasierte Festpreismodell einen zentralen Platz ein. Große Aufmerksamkeit schenkten die Vertreterinnen und Vertreter dann den von Dr. Klaus Hein vorgetragenen Wirtschaftszahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Schnitt 33,57 Cent je Kilo Milch – inklusive aller Zuschläge und der zur Ausschüttung vorgesehenen Dividende – gezahlt. Das liegt im unteren Mittelfeld deutscher Molkereien. „Das kann und soll nicht unser Anspruch sein“, so Dr. Hein. Anschließend beschrieb der Geschäftsführer der eG wichtige Zukunftsthemen, so zum Beispiel die Digitalisierung. DMK werde zukünftig den Mehrwert der Digitalisierung verstärkt nutzen, auch und insbesondere beim Thema Nachhaltigkeit. „Wir werden weitere digitale Services zukunftsfähig machen und auch neu denken“, so der Geschäftsführer der DMK eG.

„Wir müssen das Gras wachsen hören“
Nach der Verabschiedung des langjährigen Finanzvorstandes Volkmar Taucher wurde als dessen Nachfolger Dr. Frank Claassen vorgestellt. Der ging auf die Bedeutung schnellerer, effizienterer und zeitnaher Arbeit ein, um auf neue Kundenbedürfnisse und Fehler reagieren zu können und brachte es auf den Punkt: „Wir müssen förmlich das Gras wachsen hören.“ Einig waren sich am Ende der Versammlung trotz unterschiedlicher Interessen alle in einem: Alles, was getan wird, dient am Ende dem Ziel, die DMK, jede einzelne Landwirtin und jeden einzelnen Landwirt dieser Genossenschaft erfolgreicher zu machen.

Eine Herausforderung ist jedem klar: Wir müssen beim Milchpreis schnellstmöglich zu unseren Wettbewerbern aufschließen.“

Ingo Müller

Wir treiben den Umbau voran. Als Vorstand haben wir beide Seiten im Blick – das Unternehmen ebenso wie die Landwirte.

Thomas Stürtz

Die Folgen der Trockenheit und die damit verbundenen höheren Futterkosten belasten unsere Höfe nach wie vor sehr stark.

Heinz Korte

DMK hat die Landwirtschaft als zentrales Handlungsfeld der Digitalisierung definiert. Wir werden digitale Services neu denken.

Dr. Klaus A. Hein

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