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Das DMK, beziehungsweise seine Vorgängerorganisation, ist für Judith Prüser schon seit ihrer Kindheit ein Begriff. Aufgewachsen auf dem elterlichen Betrieb im niedersächsischen Scheeßel liegt der Agrarwissenschaftlerin die Milchwirtschaft quasi im Blut. Vater Carsten bewirtschaftet auf einer Nutzfläche von 150 Hektar gemeinsam mit Mutter Silvia und Bruder Christoph sowie drei Teilzeitmitarbeitern einen Hof mit 140 Milchkühen, rund 100 Tieren in der Nachzucht sowie 1180 Mastschweinen. Und auch der Vater von Carsten Prüser leistet nach wie vor seinen täglichen Beitrag. Landwirtschaft wird in der Familie übrigens bereits in der 12. Generation betrieben. Seit etwas über einem Jahr lernt Familie Prüser nun ein weiteres Gesicht ihrer Molkerei kennen, denn Judith ist Projektmanagerin im Bereich Landwirtschaft. Sonderrohstoffe – das ist das Thema, mit dem sie sich tagtäglich beschäftigt.
Hierbei kommt ihr die praktische Erfahrung vom Hof ihrer Familie zugute und auch der Studienschwerpunkt Nutztierwissenschaft lässt sich optimal einsetzen. „Besonders gefällt mir, dass ich eine Schnittstelle zwischen unseren Landwirten und der Molkerei bin. Denn schließlich können wir nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen“, so Judith Prüser. Sie betreut Projekte von der Konzeption über die Gewinnung von Milcherzeugern für das jeweilige Thema bis hin zur konkreten Umsetzung: „Gerade in den Konzeptionsphasen nutze ich gern den fachlichen Austausch mit meinem Vater und meinem Bruder. Auf diese Weise habe ich die Möglichkeit, die praktische Umsetzung gleich richtig mitzudenken“, erklärt sie. Aber auch selbst verliert sie die praktische Bindung an die Milcherzeugung nicht. Judith Prüser unterstützt ihre Familie und hilft regelmäßig im Betrieb aus. Ihren Eltern ermöglicht sie auf diese Weise ein freies Wochenende pro Monat.

Sich beim DMK zu bewerben war eigentlich ein logischer Schritt: „Mein Vater ist Genossenschafts-Mitglied und das Zevener Werk ist nicht weit entfernt. Da habe ich es nach meinem Studium mit einer Initiativbewerbung dort versucht.“ Zwar hat es in Zeven nicht direkt geklappt, aber die Bewerbung wurde gespeichert und so folgte die Einladung zum Vorstellungsgespräch für ihre jetzige Stelle in der Bremer Verwaltung. Nach Zeven bestehen übrigens ebenfalls verwandtschaftliche Bande. Im Bereich H-Milch Instandhaltung, Mechanik und Elektronik arbeiten Onkel Andreas Eckhoff, der bereits seit 35 Jahren für das Unternehmen tätig ist, und Cousin Joscha Meyer, der 2009 mit einer Ausbildung dort startete.

Diese enge Verbindung zwischen Arbeitsalltag und Privatleben ist nicht immer einfach, denn natürlich wird auch nach Feierabend über das ein oder andere Thema intensiv diskutiert. „Ich kenne praktisch zwei Perspektiven. Da ist es wichtig, faktenbasiert zu argumentieren“, sagt Judith Prüser. Eine Sache gibt es allerdings, bei der sich alle Familienmitglieder einig sind. Es sei extrem wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und auch die Perspektive des Gegenübers zu verstehen. Dies gelte besonders in Zeiten, in denen Veränderungen im Unternehmen anstehen oder sich gerade etablieren müssen. Kommunikation sei hier unerlässlich, egal ob zwischen Genossenschaft und Milcherzeuger oder Verwaltung und Produktion. Nur wenn hier belastbare Brücken gebaut würden, und man sich auch für DMK als Ganzes interessiere, könne der Erfolg, den alle Parteien wünschen oder erwarten, auch entstehen. DMK sei hier auf einem guten Weg, und man habe Vertrauen in die Konzernumgestaltung, allerdings müsse der Struktur nun auch die Unternehmenskultur folgen.

Müllers Klartext

„Die Familie, über die Sie im Report auf diesen Seiten lesen, ist kein Einzelfall. Es gibt viele DMK-Mitarbeiter und Landwirte, die unter einem Dach leben.“

Der Genossenschaftsgedanke sagt’s ja eigentlich schon aus: Hier wird gemeinschaftlich gewirtschaftet – und das seit mehr als 200 Jahren. Wir bei DMK leben dieses Modell und wir sind überzeugt davon. Trotzdem können wir mehr tun, damit unsere Gemeinschaft noch stärker wird. Das WIR muss zu unserem Leitgedanken werden. Nur dann haben wir Erfolg. 

Wir sind DMK – zu diesem WIR gehören die landwirtschaftlichen Betriebe. Sie liefern den Rohstoff für unsere Produkte. Über 6000 Landwirte stehen zu unserer Genossenschaft. Ganz ehrlich – darauf bin ich sehr stolz. 

Wir sind DMK – dazu gehört auch das Unternehmen, die DMK Group, mit ihren mehr als 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hier verarbeiten wir unsere Milch zu hochwertigen und modernen Lebensmitteln. Hier arbeiten Kollegen gemeinsam mit großer Leidenschaft daran, um aus unserer Molkerei einen zukunftsfähigen Lebensmittel-Produzenten zu machen. Auch darauf bin ich richtig stolz. Ich wünsche mir, dass wir uns noch mehr als Gemeinschaft begreifen. Nicht „Da sind die Landwirte und hier sind die Mitarbeiter“. Oder andersherum. Wir sind alle DMK – und wir können nur gemeinsam Erfolg haben. Dazu gehört auch, sich mal in die Perspektive des anderen zu versetzen. Die Menschen in der Verwaltung und in der Produktion müssen die Herausforderungen unserer Landwirte kennen und verstehen. Andersherum wünsche ich mir auch weiter Offenheit und Vertrauen unserer Anteilseigner in die Crew der DMK Group, die sich den Herausforderungen einer veränderten Welt und neuen Konsumentenwünschen stellt. 

Wir sind DMK – dazu soll auch dieses neue Magazin beitragen. Nur gemeinsam sind wir stark. Und die Themen, die uns bewegen, gehen alle in der DMK-Familie an. 

Wenn wir WIR sagen, dann meinen wir auch WIR. Das ist eine Herzenssache und die Basis für unsere gemeinsame Zukunft.

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