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DMK 2020: Milch

Milch ist ein wertvoller Rohstoff und die Grundlage unseres Unternehmens. Die DMK Group möchte ihren Kunden einen hohen Wertschöpfungsbeitrag liefern, weshalb höchste Ansprüche an Qualität und Sicherheit für uns selbstverständlich sind. Wir legen besonderen Wert auf eine verantwortungsvolle Gestaltung unserer Lieferkette für weitere Rohstoffe wie Kakao, Palmöl und Vanille. Bei DMK 2020 sind wesentliche Themen rund um das Produkt Milch aufgegriffen, die nicht direkt mit der Landwirtschaft zu tun haben. 

Qualität und Produktsicherheit

Die hohe Qualität ihrer Produkte hat für die DMK Group Priorität. Sie umfasst den gesamten Produktionsprozess vom Milcherzeuger bis zur Auslieferung beim Kunden in einem integrierten Qualitätsmanagementsystem. Die Einhaltung basiert auf der Umsetzung international anerkannter Standards und Normen (z.B. IFS, BRC, DIN EN ISO 22000) und wird regelmäßig extern überprüft. Alle unsere Milcherzeuger unterziehen sich alle zwei Jahre einem kombinierten Audit des Qualitätsmanagementsystems "QM-Milch" und Milkmaster. Dieses erfolgt durch eine externe, unabhängige und akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft.

Der Kunde erwartet höchste Standards in der Lebensmittelsicherheit. Produktsicherheitsstandards und entsprechende Kennzeichnungen werden bei DMK für alle verwendeten Rohstoffe und Fertigprodukte verlangt und erbracht. Dafür steht das Kontrollsystem HACCP (Hazard Analysis Critical Control Points), ein präventives Managementsystem zur Gefahren- und Risikoeinschätzung von Prozessen und Produkten. Es prüft bei allen Produkten und bei jedem Schritt mögliche Auswirkungen von Produkten auf Gesundheit und Sicherheit und zeigt Verbesserungspotenzial auf. HACCP kommt über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zum Einsatz. DMK führt zudem an allen Standorten IFS-Audits (International Food Standard) durch.

Mehrwert

Grundlage für die Verantwortung in der Wertschöpfungskette ist die verstärkte Einbindung von DMK-Lieferanten in die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Der DMK-Verhaltenskodex ist Bestandteil der Einkaufsbedingungen und somit Grundlage der Zusammenarbeit mit allen Lieferanten. Der Verhaltenskodex enthält soziale und ökologische Aspekte, zu deren Einhaltung sich die DMK-Lieferanten mit Unterzeichnung der Einkaufsbedingungen verpflichten. Geschäftspartnern und Lieferanten ist ein Hinweisgeber-System zugänglich.

Ein Schwerpunkt bis 2020 ist, Nachhaltigkeit stärker mit der Wertschöpfung zu verknüpfen. Hierfür hat DMK im Rahmen des Strategy Review im Jahr 2017 die Grundlage geschaffen. Alle sechs Business Units arbeiten nun mit klaren Zielvorgaben für die Wertschöpfung. Daran anknüpfend ist das Ziel, bis 2020 für 25 Prozent des Produktportfolios Nachhaltigkeitskonzepte umzusetzen.
Das umfasst verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte: von Weidemilch über Bio und GVO-frei zum Beispiel auch Regionalkonzepte. 

Aktionsfeld Verpackung

Verpackungen tragen wesentlich dazu bei, die Qualität und Sicherheit unserer sensiblen Produkte zu erhalten. Gleichzeitig sind Verpackungen im Bewusstsein der Verbraucher und des Handels ein wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt der Produkte. Ziel ist, durch innovative, umwelt- und trendgerechte Verpackungskonzepte unnötigen Lebensmittel- und Verpackungsabfall zu vermeiden sowie die stoffliche Verwertbarkeit der Verpackungen zu erhöhen. An diesem Thema arbeitet das Nachhaltigkeitsmanagement eng mit der Verpackungsentwicklung zusammen.  Das Ziel ist, bis 2020 an drei Projekten die Nachhaltigkeit in Verpackungsmaterialien zu verbessern.

Im Fokus

Milch

Auf dem Weg zu 100 Prozent nachhaltigem Kakao, Palmöl und Holz
Das Dairy PEF-Projekt

Seit der Veröffentlichung der Strategie DMK 2020 im Jahr 2013 arbeitet DMK daran, fünf wichtige Basisrohstoffe aus nachhaltigem Anbau einzukaufen. Im Fokus lagen in den letzen Jahren Kakao, Palmöl und Holz. Holz kommt als Verbundstoff, in Transportkartonagen oder als Holzstiel für Eis zum Einsatz. Die anderen Basisrohstoffe verarbeitet DMK in Desserts und Eis.

DMK ist seit 2014 Mitglied bei UTZ und RSPO, die international anerkannte Standards für einen nachhaltigeren Anbau vergeben. DMK setzte im Jahr 2017 an allen Standorten und bei 100-prozentigen Tochterunternehmen bereits zu 93 Prozent nach dem UTZ-Standard zertifizierten Kakao sowie zu 93 Prozent nach dem RSPO-Standard zertifiziertes Palmöl ein. Auch die Umstellung von Holz auf den FSC- oder PEFC-Standard, der eine nachhaltige Forstwirtschaft sicherstellt, schreitet voran. Etwa 74 Prozent aller umstellbaren Materialien sind auf FSC umgestellt, davon wiederum annähernd 90 Prozent der Sekundärverpackungen.

Die Europäische Kommission beabsichtigt im Rahmen der „Single Market for Green Products Initiative“ eine einheitliche Grundlage für die Vergleichbarkeit der Umweltleistung von Produkten und Unternehmen zu schaffen. Die Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks soll auf dem europäischen Markt standardisiert werden, um die internationale Vergleichbarkeit der Umweltleistungen zu erleichtern.

Die DMK Group hat zusammen mit anderen Unternehmen das Pilotprojekt Dairy PEF (Product Environmental Footprint) speziell für die Milchwirtschaft umgesetzt. Für den Gouda „MILRAM Benjamin“ hat DMK im Jahr 2016 eine Ökobilanz abgeschlossen. Dabei zeigte sich, dass die Erzeugung der Rohmilch über alle Umweltwirkungskategorien hinweg den größten Einfluss auf die Ökobilanz hat. Im Rahmen dieses Projekts testete DMK im September 2016 zudem verschiedene Möglichkeiten der Endverbraucherkommunikation mit insgesamt 1.000 Verbrauchern.

Das Engagement der DMK Group wurde von Seiten der EU gewürdigt, wie das Zitat einer Projektverantwortlichen zeigt:

Im europäischen Dairy PEF-Projekt wurde eine Methode zur einheitlichen Berechnung des Umweltfußabdrucks im Milchsektor entwickelt, an der die DMK Group entscheidend mitgearbeitet hat. So wurde der Erfolg des Projekts erst möglich.

Hélène Simonin, Director Food, Environment & Health, European Dairy Association (EDA)