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19.08.2019

Teamarbeit. Darauf legt Landwirtin Dr. Mechthild Frentrup viel Wert

Frau Dr. Frentrup, Herr Kowolik, seit wann sind Sie DMK-Mitglied bzw. Mitglied einer Vorgängerorganisation?

Dr. Mechthild Frentrup: Meine Familie ist schon immer Mitglied. Angefangen bei den Milchwerken Westfalen in Herford über die Humana Milchunion bis hin zum DMK. Philipp Kowolik: Ich bin von Beginn an Genossenschaftsmitglied.

Warum sind ehrenamtlich tätige Genossenschaftsmitglieder für DMK wichtig?

Dr. Mechthild Frentrup: Wir sind eine Genossenschaft, und die lebt vom Einsatz der Mitglieder für die gemeinsame Sache. In unserem Unternehmen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven und Interessen. Jede Ansicht und Meinung ist allein für sich betrachtet richtig, für das gesamte Unternehmen aber manchmal eben nicht. Um erfolgreich zu sein, brauchen wir Lösungen, die für alle gemeinsam passen, von denen alle profitieren. Hier müssen wir eine Balance finden. Das geht nur, wenn wir miteinander diskutieren, wenn wir unseren Standpunkt klar äußern, aber auch dem anderen zuhören und am Ende gemeinsam eine Lösung finden. Hier unterscheiden wir uns definitiv von einer privatwirtschaftlichen Molkerei. Und das ist gut so.

Philipp Kowolik: Ehrenamtlich tätige Mitglieder sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den Anteilseignern und der Geschäftsführung des Unternehmens. Sie transportieren Informationen, adressieren Bedenken und schaffen den Raum, damit das Unternehmen sich nachhaltig entwickeln kann. Besonders wichtig ist, dass sie die Sprache der Genossenschaftsmitglieder sprechen und sich auf Augenhöhe bewegen.

Fachmann. Philipp Kowolik führt einen Hof mit 1.000 Milchkühen

Was macht die Ehrenamtsarbeit bei DMK Ihrer Meinung nach aus?

Philipp Kowolik: Die Ehrenamtsarbeit bei DMK ist in vielerlei Hinsicht spannend. Da kommt es darauf an, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und nicht nur die persönlichen Interessen in den Vordergrund zu rücken. Zudem ist das Unternehmen nicht nur eine Molke-Pulver-Bude. Wir haben vielfältige Bereiche wie beispielsweise Eis, die es erfordern, die jeweiligen Herausforderungen des Marktes zu verstehen und für die Anteilseigner nachvollziehbar zu machen, welche Chancen für DMK in diesen Bereichen liegen.

Dr. Mechthild Frentrup: Ehrenamt beim DMK ist heute Teamarbeit. Das ist mir persönlich wichtig, weil man nur dann an den Entscheidungsprozessen wirklich beteiligt ist. Wir werden Teamarbeit. Darauf legt Landwirtin Dr. Mechthild Frentrup viel Wert Fachmann. Philipp Kowolik führt einen Hof mit 1.000 Milchkühen hervorragend informiert und erhalten umfassende Antworten auf alle Fragen. Nur so können wir unserer Verantwortung für das Unternehmen, für die Mitglieder und Mitarbeiter nachkommen.

Warum haben Sie sich entschieden, ehrenamtlich tätig zu sein?

Dr. Mechthild Frentrup: Ich gebe offen zu, dass ich in der Vergangenheit nicht mit allen Entwicklungen zufrieden gewesen bin. Auch heute gibt es weiterhin Verbesserungspotenzial in der Leistung unserer Molkerei. Mir ist es besonders wichtig, der Landwirtschaft eine Stimme zu geben und gleichzeitig zwischen den Positionen und Meinungen zu vermitteln. Philipp Kowolik: Ehrenamtsarbeit passt zu unserem ländlich-traditionellen Lebensstil. Mir ist es wichtig, diesen Stil nachvollziehbar zu machen. Besonders mit Blick auf das kommunale Zusammenleben und die Anforderungen der Politik, die an unseren Berufsstand gestellt werden.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, um ein Ehrenamt allgemein und insbesondere für DMK auszuüben?

Philipp Kowolik: Unerlässlich sind eine ausgewiesene Fachexpertise sowie die Bereitschaft, Menschen zu verbinden und Brücken zu bauen. Man sollte zudem nicht davor zurückschrecken, in der richtigen Situation den Mund aufzumachen, auch wenn dies bedeutet, unbequeme Diskussionen zu führen und Kritik anzunehmen.

Dr. Mechthild Frentrup: Man muss viel Zeit mitbringen, um immer „am Ball“ zu sein, alle Entwicklungen im Unternehmen kontinuierlich zu verfolgen und zugleich ein Ohr an der Basis zu haben. Dazu kommen immer wieder Themen, in die man sich neu einarbeiten muss, um in den Sitzungen fachlich fundierte Entscheidungen treffen zu können. Und am Ende geht es nicht ohne Kompromissbereitschaft und Teamgeist, denn was zählt, ist das gemeinsame Ergebnis.

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