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16.04.2019

DMK-Werk in Zeven öffnet seine Tore

„Tag der Logistik“ hat am 11. April 2019 erstmals auch in Zeven stattgefunden

Bremen, 16. April 2019. Bevor Milch, Butter, Frühlingsquark oder Käse im Frischeregal landen, haben alle Produkte bereits eine lange Reise hinter sich. Damit dies jeden Tag aufs Neue gelingt, ist eine reibungslose Lieferkette unerlässlich. Als einer der wichtigsten Lieferanten des deutschen Einzelhandels bringt auch die DMK Group ihre gesamte Vielfalt der an über 20 Standorten produzierten Ware tagtäglich zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort. Um Interessierten einen Einblick in diese Mammutaufgabe zu geben, hat die Molkereigenossenschaft erstmals im Rahmen des zum 11. Mal stattfindenden „Tag der Logistik“ ihre Tore geöffnet.

 

An diesem Aktionstags gewährten deutschlandweit Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen. In Zeven nahm in diesem Jahr zum ersten Mal die DMK Group teil, die die Bedeutung ihrer Logistikprozesse erläuterte. Dabei stand vor allem eine Frage im Vordergrund: Wie kommt die Ware eigentlich beim Kunden an? Dass dies zuverlässig jeden Tag gelingt, dafür sorgt bei DMK der Bereich Supply Chain Management, der die logistischen Prozesse entlang der Lieferkette verantwortet.

„Bei uns beginnt der Prozess natürlich bei unseren Landwirten. Die DMK-Milcherfassung organisierte 2018 dabei deutschlandweit die Abholung von täglich rund 600 bis 650 LKW-Ladungen von den Landwirten der Genossenschaft, an 7 Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr“, erklärt Hermann Köster, COO Supply Chain Management bei der DMK Group. Dabei unterhält das Unternehmen etwa 90 eigene Milchsammelwagen und nutzt weitere etwa 100 Fahrzeuge von Transportunternehmen, die zwischen Landwirten und Werken hin- und herfahren. Im Falle des Standorts Zeven wird die eingehende Milch dann beispielsweise zu Quark, Joghurt, Butter, H-Milch, Milchpulver oder Käse verarbeitet. Zur Lagerung der Fertigware hat DMK eigene auf die Qualitätsanforderungen der jeweiligen Produktgruppen ausgelegten Läger. Mengenabhängig werden bei Bedarf zusätzlich externe Dienstleister genutzt.

Im Rahmen des „Tag der Logistik“ wurde den Besuchern vor allem das komplexe Zusammenspiel in der Ausgangslogistik vorgestellt. Denn DMK versendet täglich ca. 500 LKW. Zu den Kunden der norddeutschen Genossenschaft gehören beispielsweise der Lebensmitteleinzelhandel, der Foodservice-Bereich sowie die weiterverarbeitende Industrie. Bestellt der Lebensmitteleinzelhandel oder der Foodservice für seine Kunden die Ware, beliefert DMK diese entweder direkt vom Produktionswerk aus oder bündelt die Bestellung im jeweiligen Zentrallager. „Bei geringeren Mengen, die kommissioniert werden müssen, wickeln wir die Bestellung direkt über unsere eigene Zentralläger an den Standorten Zeven, Edewecht oder Erfurt ab", erläutert der Logistikchef Hartmut Buck. „Es gibt wohl kaum ein Zentrallager des deutschen Handels, das die DMK Group nicht mit ihren Produkten beliefert."

Zu den Kunden der Genossenschaft zählen auch weiterverarbeitende Betriebe, die beispielsweise Milchpulver für die Herstellung von Schokolade oder Käse für die Pizza benötigen. "Diese Kunden fahren wir in der Regel direkt an, weil sie größere Mengen bestellen", fügt Buck hinzu. Die Lieferungen gelangen dann beispielsweise per Silotransporter oder Container in großen Einheiten wie Big Bags mit 1.000 kg Fassungsvermögen, 25 kg Warensäcken oder in 15 kg Blöcken auf Paletten zu den Industriekunden.

Dabei erfolgt die Auftragsverarbeitung in allen Bereichen heute natürlich vollkommen digital. „Wir wickeln unsere Aufträge über unser System von  SAP ab. Darin hinterlegt sind alle Daten vom Auftrag über die Lieferdokumente bis hin zur Frachtgutschrift", erklärt Buck. „Die Bestellungen bzw. Lieferdaten werden aus dem SAP System an den jeweiligen Spediteur übermittelt, inklusive einer Berechnung, wie er seinen LKW optimal laden kann.“ Dazu setzt DMK ein Optimierungsprogramm ein, dass die Lieferung sinnvoll zusammenstellt, also ermittelt, wie viele Paletten wie beladen werden müssen. „So sind wir in der Lage, die LKW voll zu machen und den Frachtraum bestmöglich zu nutzen", sagt der Logistikchef. Doch die Ware bleibt nicht nur im LKW. Sondern wird z.B. aus dem beschaulichen Zeven auch in die Welt exportiert.