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Wo Bremerland drauf steht, ist auch Bremer Land drin

Doch was hat der Bürgerpark eigentlich damit zu tun?

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Bremen, 26. April 2021
Seit mittlerweile genau einem Jahr gibt es in der Hansestadt mit der Milch von Bremerland eines der wenigen Produkte im Einzelhandel, bei dem der Rohstoff ausschließlich aus Bremen stammt. Dafür sorgen Landwirte der DMK Group wie Jürgen Drewes, dessen Familie sich seit Generationen auf einem Hof in Oberneuland am Rande der Stadt um ihre Tiere kümmert. Aber nur die wenigsten wissen, dass man schon unweit des Bremer Hauptbahnhofs die ersten Spuren von Bremerland findet.

Wer am vergangenen Sonntag einen Spaziergang durch den Bürgerpark gemacht hat, für den stellte sich auf der großen Wiese zwischen Meierei und den Gehegen endlich wieder ein gewohnter Anblick ein: Kühe, die nach dem langen Winter die erste Wärmeperiode genießen. Bereits im zweiten Jahr in Folge bringt Jürgen Drewes einige seiner Kühe in den Bremer Bürgerpark zum sogenannten Austrieb. „Das ist für mich jedes Jahr aufs Neue ein tolles Spektakel. Nach dem langen Winter schießen die Kühe wie Windhunde über die Wiese und man sieht richtig, wie sehr sie sich freuen“, erklärt der Landwirt. Denn Drewes beweidet diese für den Bremer Bürgerpark und unterstützt ihn bei der Heuernte, um das Dammwild und die Zwergzebus, Esel, Schafe, Ziegen des angrenzenden Tiergeheges in den Wintermonaten zu versorgen. In den Sommermonaten können einige seiner Bremerland-Kühe auf dem weitläufigen Areal grasen. Doch auch die Bürgerparkbesucher zeigen Interesse, wie der Landwirt mit einem Lachen berichtet: „Die Kühe meines Vorgängers und sein Trecker haben schon Hochzeitsfotos geschmückt.“ Die Geschichte von Jürgen Drewes zeigt, wie viele Berührungspunkte es im Alltag zwischen Landwirtschaft und den Bürgern gibt. Dies war auch einer der Gründe, warum die DMK Group in enger Zusammenarbeit mit dem Bremer Bauernverband und einer Gruppe Bremer Landwirte im vergangenen Jahr die Marke Bremerland wieder aufleben ließ. Denn Regionalität gehört heute zu den wichtigsten Faktoren für Konsumenten. Immer mehr Verbraucher wollen wieder wissen, woher die Produkte stammen, die tagtäglich in ihren Kühlschränken landen. Mit der Wiederbelebung der Traditionsmarke Bremerland werden genau diese wichtigen Punkte aufgegriffen. In Zusammenarbeit mit Landwirten aus der Hansestadt wurde ein Projekt geschaffen, dass auch die Entfremdung der Gesellschaft mit landwirtschaftlichen Produkten adressiert. 

Auch bei Jürgen Drewes liegt eigentlich das Hauptaugenmerk auf seinem Hof in Oberneuland, wo er sich mit seiner Familie um 140 Kühe kümmert, die sich aus ungefähr 50 Milchkühen und deren Nachzucht zusammensetzen. „Wir betreiben mittlerweile in vierter Generation einen Hof in Bremen und freuen uns, dass wir, wie mein Großvater es schon vor 90 Jahren gemacht hat, wieder an Bremerland liefern können“, erklärt Jürgen Drewes. „Und es ist schön zu sehen, dass wir als Landwirte auch wieder stärker in der Stadt wahrgenommen werden. Denn so wenige, wie man das beim kleinsten Bundesland erwarten würde, sind wir eigentlich gar nicht.“ 

Das kann auch Christian Kluge vom Bremischen Landwirtschaftsverband bestätigen: „Die Rinder- und Milchviehhaltung spielt in Bremen eine große Rolle. Mit ca. 160 Betrieben gibt es eine Vielzahl an Landwirten, die einerseits bei der Produktion von Lebensmitteln, anderseits auch zum Erhalt der Natur im Land Bremen ihren Beitrag leisten. Es ist deshalb wichtig, dass unser Berufsstand durch solche Projekte positiv erklärt wird.“ 

Dass die Konsumenten dies zu schätzen wissen, spiegelt sich auch in der Verbreitung von Bremerland wieder. Seit April 2020 zeigt die Marke trotz der Pandemie eine positive Entwicklung: Mit REWE, Edeka, Bünting und Lidl ist Bremerland nahezu in jedem Supermarkt in Bremen vertreten. Nach 14 Jahren „Abwesenheit“ in Bremer Kühlregalen hat es Bremerland offenbar auf Anhieb wieder in die Herzen der Bremer geschafft. „Bremerland ist eine Marke, die es nicht nur in den Kühlschrank schafft, sondern auch in die Köpfe der Bremer“, so Prof. Burmann von der Uni Bremen. Er hatte vor dem Neustart der Bremer Milch eine Potentialanalyse gemacht und sieht sich in den ersten Ergebnissen bestätigt. „Regionalität ist ein riesiges Thema, gerade auch in der Pandemie – in Bremen gilt das doppelt“, ergänzt er.