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Unsere DMK

Sommerzeit, Eiszeit

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03.08.2020
Für DMK Zeit des Wandels, denn die Produktion der kühlen Leckereien wird optimiert

Anfang des Jahres verkaufte die DMK Group den Eis-Produktionsstandort Waldfeucht-Haaren (Kreis Heinsberg/ NRW) an die Schwarz-Gruppe (Lidl). Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörde ist der Übergang mit der kompletten Übernahme der rund 200 Mitarbeiter für Anfang 2021 vorgesehen. Über den Stand der Optimierung des DMK-Produktionsnetzwerkes sprachen wir mit MarcusDominic Hauck, COO Ice Cream.

Was passiert gegenwärtig in Everswinkel?

Wir bauen einen Altbau mit all seinen Problemen um und liegen voll im Zeitplan. Trotz Corona und vielen Belastungen zeigen die Mitarbeiter großen Einsatz und die tägliche Produktion läuft. Böden und Wände wurden rausgenommen, neue Fundamente gegossen, die Fliesenleger sind gerade da. Im März haben wir vorhandene Maschinen umgesetzt. Nun werden eine große und eine kleine Stileismaschine, zwei der modernsten in Europa, aufgestellt, im ehemaligen Milchbereich wird die neue Sandwich-Linie errichtet. Die ersten Mitarbeiter werden geschult. Wenn alles so weiterläuft, folgt die Testphase, damit wir im Januar wie vorgesehen mit der Produktion von Stileis, Bechereis und Waffeleis beginnen können.

Was heißt das in Zahlen?

Wir stocken die Produktionskapazität in Everswinkel von 65 Mio. Liter Eis auf zukünftig 100 Mio. Liter auf. Wir produzieren also die gleiche Menge Eis wie vorher an zwei Standorten.

Und wie steht es um das Budget?

Für diese Investition in die Zukunft sind rund 24 Millionen Euro eingeplant und wir werden keinen Cent mehr ausgeben.
Die Investition tätigen wir mit einem kleineren Teil des Verkaufserlöses für den Standort Waldfeucht-Haaren.

Wie nimmt Everswinkel den Umbau wahr?

Wir sind hier ein großer Arbeitgeber und erhalten viel Unterstützung durch den Kreis Warendorf und den Bürgermeister. Gleichzeitig vergeben wir, wo immer auch möglich, Aufträge an örtliche Firmen. Das wird sehr positiv aufgenommen.

Wird es auch neue Arbeitsplätze geben?

Wir wollen 30 neue Stellen besetzen, haben auch schon Elektriker und Schlosser aus der Milchproduktion für uns gewonnen.

Welche Auswirkungen hat der Verkauf des Standorts Haaren auf den Standort Prenzlau?

Prenzlau ist von dem Verkauf und der Produktionserweiterung in Everswinkel nicht berührt, er behält sein bisheriges Portfolio: Wassereis und Mixboxen.

Wird es weiterhin Kooperationen mit anderen Unternehmen geben?

In 2018 haben wir mit MILRAM und Baileys bewiesen, dass wir auch für etablierte Marken anderer Kategorien einen erfolgreichen Transfer in die Kategorie Eis realisieren können. Das hat uns für Partner interessant gemacht. Und wo es für die Wertschöpfung für uns interessant ist, führen wir diesbezüglich Gespräche.

Wie entwickeln sich die Verkaufszahlen?

Sehr positiv! Alleine im Bereich der Familienpackungen konnten wir mit dem MILRAM Buttermilch-Eis (850 ml) den Umsatz in 2019 um 200 Prozent steigern. Unser SKYR-Eis am Stiel konnte sich trotz des großen Handelsmarken-Wettbewerbs mit einem Zuwachs von 23 Prozent durchsetzen. Die Marktforschung zeigt: Die Mischung aus viel Protein, wenig Fett und Zucker bedient das starke Kundenbedürfnis nach Abwechslung und bewusster Ernährung. Und: Der Trend geht zu kleineren Verpackungen.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Krise auf den Geschäftsverlauf?

Sie hat sich zeitweise positiv auf den Handel und damit auf uns ausgewirkt, zumal auch das gute Wetter mitgespielt hat. Die Kunden haben Eis zu Hause verzehrt. Wenn das Wetter weiter mitspielt, sieht es für uns so nach einem normalen Geschäftsjahr aus.

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