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Unsere DMK

Gemeinsam haben wir vieles bewegt.

Coronajahr
Markt & Trends

Das Jahr 2020 hat uns allen viel abverlangt – nicht nur im wirtschaftlichen Sinne. Auch im Privaten hat sich so vieles verändert. Das Coronavirus hat unsere Welt auf eine Weise und in einer Geschwindigkeit auf den Kopf gestellt, die niemand für möglich gehalten hat.

Trotzdem können wir als DMK Group auf ein Jahr zurückblicken, das dank des Engagements der Menschen viel erfolgreicher war, als wir es unter den gegebenen Umständen hätten vorstellen können. Auch mit Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen, mit virtuellen Meetings, Kontaktbeschränkungen und zeitweise geschlossenen Grenzen. Dabei hat das „WIR“ den entscheidenden Unterschied gemacht: gemeinsam haben wir vieles bewegt – und darauf können wir stolz sein.

WIR stehen für einander ein.

In gewisser Weise war die Corona-Krise der ultimative Stresstest für den Wandel der DMK. Denn die neue Wendigkeit und Flexibilität, die wir uns dank der Umstrukturierung des Unternehmens in den vergangenen Jahren erarbeitet haben, kamen uns unter den sich rasant veränderten Bedingungen zu gute. Corona hat die Wichtigkeit und Notwendigkeit dieses Wandels mehr als bestätigt. Und so sind wir in vielen Bereichen neue Wege gegangen, haben neue Strukturen etabliert und gemeinsam an einem Strang gezogen, damit wir auch in 2020 unseren Weg in Richtung Zukunft weitergehen und an der Verwirklichung unserer Vision 2030 arbeiten konnten.

Gleich zu Beginn der Pandemie riefen wir eine Corona-Taskforce ins Leben, die bis heute die Lage weltweit im Auge behält, mit ihrer Arbeit darauf angepasste Maßnahmen entwickelt und so wichtige Impulse für die Steuerung der DMK gibt. Und auch unsere Vertreterversammlung mussten wir in 2020 anders gestalten. Anstelle eines persönlichen Events verlagerten wir die Versammlung in den digitalen Raum. Aus einem Studio in Bremen sprachen CEO Ingo Müller und seine Kollegen mit Landwirten und hielten sie mit ihrem Bericht über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

WIR sprechen mit einer Stimme.

Der offene Dialog hat die gesamte DMK Group in 2020 maßgeblich beschäftigt, nicht nur innerhalb des Unternehmens. Eine gemeinsame Branchenkommunikation soll der Milchwirtschaft eine Stimme geben und ihr zu einer starken Position im Gespräch mit Politik, Handel und Öffentlichkeit verhelfen. Nur so können wir dafür sorgen, dass die Arbeit unserer Landwirte und die Leistung hinter einer hochwertigen Produktion wertgeschätzt und dafür auch angemessene Preise bezahlt werden.

Dazu haben wir uns in 2020 in die Arbeit der Branche maßgeblich eingebracht und die „Sektorstrategie Milch“ weiter vorangetrieben, so dass nun klare nächste Schritte beschlossen wurden. Wir müssen als gesamte Branche unser tiefgreifendes Wissen aus vielen Jahren Milchverarbeitung nutzen, um selbst die nötigen Standards für unsere Branche zu setzen. Dabei wollen wir auch in die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften investieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft im internationalen Vergleich stärken.

So verschafft sich die Branche Gehör, beteiligt sich in Debatten und kann den Verbrauchern zeigen, wieviel Aufwand und Hingabe hinter unseren hochwertigen Produkten steckt. Viele der von der Gesellschaft an die Landwirtschaft gestellten Anforderungen leben unsere Landwirte bereits heute tagtäglich und mit großem Engagement auf ihren Höfen. Und genau das wollen wir den Menschen zeigen. 

 

„Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass wir alles schaffen können, wenn wir mit Mut vorangehen und einander vertrauen.“
Ines Krummacker, Chief Human Resources Officer im Gespräch mit Michael Ehlerding, Head of Organizational Development

WIR sind flexibel.

Die Corona-Krise hat natürlich auch unser Arbeitsleben verändert – in der DMK Group ebenso wie der gesamten Wirtschaft. Das Thema „New Work“ gewann gleich zu Beginn der Pandemie an Bedeutung, mussten doch innerhalb weniger Tage die Mitarbeiter mit Verwaltungstätigkeiten flächendeckend ins Homeoffice schicken. In dieser schwierigen Phase demonstrierten sie großen Zusammenhalt trotz „Social Distancing“ und wurden durch ihren Einsatz zum Erfolgsgarant für DMK.

Dieses Engagement wollen wir fördern und ausbauen. Dazu wollen wir künftig noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse von Mitarbeitern eingehen und ihnen Spielräume zur Gestaltung ihres Arbeitsverhältnisses bieten. Denn im Arbeitsalltag hat sich gezeigt, dass die flexible Arbeitsweise hervorragend angenommen wird. Umfragen, die wir gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Führungskräften durchgeführt haben, bestätigen mehr als deutlich, dass die Mitarbeiter diesen Weg weiter mit uns gehen wollen. Deshalb haben wir im Jahr 2020 damit begonnen, für alle Verwaltungsmitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zu entwickeln, die vier Modelle vorsieht:

 

     

  1. Der Mitarbeiter arbeitet ausschließlich im Homeoffice.
  2. Der Mitarbeiter arbeitet überwiegend von flexiblen Arbeitsorten aus.
  3. Der Mitarbeiter arbeitet überwiegend im Büro
  4. Der Mitarbeiter arbeitet ausschließlich im Büro
  5.  

 

Das Besondere ist, dass wir hier nur einen Zielzustand für das Unternehmen definiert haben. Welches Modell am Ende zutrifft, wird nur von dem Mitarbeiter und seinem direkten Vorgesetzten bestimmt und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen und den Anforderungen der jeweiligen Jobs. Das schafft enorme Flexibilität und ein wertvolles Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten. Doch wir wollen an dieser Stelle nicht aufhören, sondern befinden uns aktuell bereits in der Planung, um auch unseren Mitarbeitern in der Produktion mehr Flexibilität zu bieten und analysieren deshalb beispielsweise neue Arbeitszeitmodelle, die den Gedanken von New Work auch in die Produktion tragen.

Mitarbeiter nach Beschäf­tigungs­verhältnissen Anzahl (%)
Gesamt 6.043 100
Unbefristet 5.427 89,81
in Vollzeit 4.795 88,35
in Teilzeit 632 11,65
Befristet 616 10,19
Mitarbeiter mit Kollektivvereinbarungen1 5.959 98,61
Fluktuation 366 6,06
Neueinstellungen2 818 13,54
DMK GmbH + mind. 75%ige Töchter (Region Deutschland und Niederlande), Stichtag: 31.12.2020
1 Ausgenommen leitende Mitarbeiter
2 Ohne Saisonkräfte

Natürlich waren auch unsere Auszubildenden vom Ausbruch der Pandemie betroffen. Damit sie trotzdem gut in das neue Ausbildungsjahr starten konnten, wurden die Start-Up-Tage, die 2019 erstmals stattfanden, im vergangenen Jahr in ein virtuelles Event mit 104 Teilnehmern umgewandelt. So erhielten die jungen Berufseinsteiger an rund 15 Standorten einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens und konnten auf digitalem Wege das Wir-Gefühl der DMK erleben.

Darüber hinaus haben wir mit unserem „Grow“-Programm neue Voraussetzungen für die Ausbildung geschaffen. Dieses Fundament soll neue Standards setzen und dabei gezielt auf die Bedürfnisse der Auszubildenden eingehen. Dabei ging es uns vor allem um die Frage, wie unsere Ausbilder ihre Lehrlinge besser bei der persönlichen Entwicklung begleiten können. Das Ergebnis nach zahlreichen Workshops mit allen Beteiligten waren neue Ausbildungsgrundsätze, die die Lehre maßgeblich beeinflussen sollen. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche Entwicklung der Auszubildenden, indem diese durch die neuen Freiheiten der Ausbilder individuell gefördert werden – ganz nach ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Ziel ist es, positive Beispiele bei der Förderung von Mitarbeitern zu identifizieren und durch klare Richtlinien als Basis für die gesamte Ausbildungsarbeit zu definieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch die Ausbilder weiter an ihrer Qualifikation arbeiten und ein Verständnis für die sich wandelnden Anforderungen in der Lehre entwickeln müssen. So sorgen wir nicht nur für eine Ausbildung auf Augenhöhe, sondern bereiten die Auszubildenden auch optimal auf die Herausforderungen des Berufslebens vor.